CDU Dudenhofen
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Aktuelles
05.09.2009, 13:30 Uhr | 05.09.2009 | DIE RHEINPFALZ — NR. 206 | Lokalausgabe Speyer (JUDITH HÖRLE)
„Wir haben was zu bieten“
Das Dudenhofener Bürgerhaus platzte am Donnerstagabend aus allen Nähten.
Rund 200 Bürger verfolgten, was die drei Kandidaten Peter Eberhard (CDU), Friederike Ebli (SPD) und Manfred Hook (FWG) beim RHEINPFALZ-Podium als Gründe für ihre Eignung als Verbandsbürgermeister in die Waagschale zu werfen hatten.
Dudenhofen - Peter Eberhard (CDU) präsentierte sich als Mann der neuen Medien: Formulare online, Amtsblatt online, Service-Telefon. So stellt er sich die nahe Zukunft im „Service Center“ Rathaus vor: „Internet ist im Kommen. Wir müssen vorbereitet sein.“ Sein Mitbewerber um das Amt des Verbandsbürgermeisters von Dudenhofen Manfred Hook (FWG) hingegen
forderte flexiblere Öffnungszeiten des Rathauses, weil schließlich
nicht alle Senioren einen Computer zuhause hätten. Friederike Ebli (SPD) legte Wert auf die Zusammenarbeit der Verbandsgemeinde mit den Ortsgemeinden. Alle Verbandsgemeinde-Entscheidungen müssten zuvor mit den Ortsgemeinden besprochen werden. „Wir sind Partner.“ Angesprochen darauf,dass sich Hanhofen und Harthausen gegenüber Dudenhofen benachteiligt fühlen, sagte sie, dass sie für alle Gemeinden gleiche Voraussetzungen und eine eigene Internetpräsenz schaffen wolle. Multimedia- Fan Eberhard besann sich hier wiederauf die persönliche Note und sagte, dass Neid gegenüber Dudenhofen zwar nicht ausgeschlossen werden könne. Dem wolle er aber entgegenwirken, indem er in Hanhofen und Harthausen Präsenz zeige und sich die Sorgen der Bevölkerung anhöre.
Hook sah im Falle seiner Wahl keine Gefahr einer Benachteiligung, da er nur als Verbands- und nicht als Ortsbürgermeister antrete. Hook kritisierte die mögliche Ämterdopplung bei Eberhard und Ebli mit deutlichen Worten: „Ich sehe hier einen Interessenkonflikt. Es muss doch einen Sinn haben, dass es laut Gesetz einen Ortsbürgermeister und einen Verbandsbürgermeister gibt.“ Eberhard, der sich für beide Posten bewirbt, und Ebli, die bereits Ortsbürgermeisterin von Hanhofen ist, finden die Doppelkandidatur dagegen unproblematisch. Eberhard sprach von Synergieeffekten, in Personalunion sei die Amtsausführung billiger und zeitsparender. Ebli verwies – auch im Hinblick auf ihr Landtagsmandat – auf ihre langjährige neutrale Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen und betonte immer wieder, dass sie ihre guten Kontakte zur Landesregierung auf Kommunalebene nützen könne. Für gute Kontakte will auch Hook sorgen – und zwar in Wirtschaftsfragen. Einen runden Tisch der Vereine, Selbstständigen, Gewerbetreibenden, der Ortsbürgermeister und des Verbandsbürgermeisters habe er sich vorgenommen.



Auch Eberhard will Wirtschaftsförderung zur „Chefsache“ machen und Wirtschaftsbelange vorrangig behandeln. Ebli setzt auf den Standortfaktor Tourismus. „Wir müssen zeigen, dass wir auch etwas zu bieten haben“, meinte sie. Beim Thema Kommunalfinanzen wurden die Kandidaten eher wortkarg. Es sei in letzter Zeit bereits verantwortungsvoll gewirtschaftet worden, meinten Ebli und Eberhard. Der CDU-Politiker sah keine Veranlassung zu weiteren Einsparungen. Hook, der sich für einen strikten Sparkurs aussprach, sagte, Einsparen bedeute auch, Ausgaben nicht auszuweiten. Einen konkreten Posten nannte er nicht. Beim Thema Gebietsreform waren sich die Kandidaten wieder einig: Dudenhofen soll selbstständig bleiben, aber Kooperationen mit Römberberg und Speyer seien nicht ausgeschlossen. Hook kann sich gut vorstellen, die Bauhöfe zusammenzulegen. Allerdings sah der Verwaltungswirt eine Gefahr in zu großen Verwaltungseinheiten, die die Arbeit lähmten. „Eine große Verwaltung muss nicht immer die beste sein.“ Eberhard sprach von einem Bürgerbüro rund ums Bauen gemeinsam mit Römerberg, wofür er von Ebli Unterstützung erhielt. Man müsse sich über Personal- und Verwaltungskosten Gedanken machen, mahnte die PDPolitikerin an. Auch etliche Schüler der zehnten Klasse der Realschule Plus waren ins Bürgerhaus gekommen, um zu hören, was die Kandidaten konkret mit der „Stärkung des Schulstandortes“ meinten. Für Hook bedeutete dies insbesondere, den Schulbusverkehr und die Fahrradwege zu verbessern. Ebli sah Nachholbedarf in der Ausstattung mit Multimedia-Fachmaterial. Für das Angebot einer Fachhochschul-Reife plädierten die drei Kandidaten gleichermaßen.
05.09.2009, 13:43 Uhr