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Aktuelles
16.02.2010, 14:00 Uhr Übersicht | Drucken
„Revier ist schon jetzt ein Stück Heimat“
Förster Jürgen Render ist für Wald in der Verbandsgemeinde Dudenhofen und einem Teil der Verbandsgemeinde Lingenfeld zuständig

Sein Traumberuf war es lange nicht: Jürgen Render, neuer Förster der Verbandsgemeinde Dudenhofen und der halben Verbandsgemeinde Lingenfeld, wollte Vor- und Frühgeschichte studieren, Archäologe werden. „Viel draußen“, in der Natur, war er schon immer. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Kanu die Bachläufe entlang. Während seines Zivildienstes wurde er von Kollegen auf die Berufsmöglichkeit Förster angesprochen.


Dudenhofen - Render ist 41 Jahre alt, verheiratet, wohnt in Mechtersheim, der Sohn ist sechs Jahre alt. Geboren wurde der Forstamtmann in Ludwigshafen-Oppau. Für einen kleinen Jungen nicht gerade die ideale Umgebung, den grünen Rock tragen zu wollen, sagt er. Nach der Schule entschied er sich für den Zivildienst. 17 Monate fuhr er im Rettungswagen des Arbeiter- Samariter-Bundes. Die Überlegung, Förster zu werden, wurde konkret. Im Rückblick kommt ihm die Entscheidung nicht mehr allzu weit hergeholt vor: „Ich war in der kirchlichen Jugendarbeit tätig, mit den Gruppen oft in der Natur, im Wald, hatte mit Menschen zu tun.“ Mit einem praktischen Jahr begann im Oktober 1989 die Forstausbildung an der Fachhochschule in Rottenburg am Neckar. Render ist noch heute von der Zeit begeistert: „Das Studium war klasse, vielseitig, an der Praxis orientiert und ich hatte tolle Kollegen.“ Die Staatsprüfung in der Tasche, zog er 1993 nach Bingen. Dort war er im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik beschäftigt. Sechs Jahre lang. 1998 bewarb sich Render im Forstamt Speyer, das eine Stelle für Waldpädagogik ausgeschrieben hatte. 1999 übernahm er die Rucksackschule, die er professionell ausbaute. Auch das machte ihm „großen Spaß“. Gerne wäre er noch einige Jahre geblieben. „So mit 45“ wollte er sich nach einer Försterstelle umschauen. Die Beförderung seines Vorgängers Peter Eberhard durch die Wähler zum Bürgermeister beschleunigte den Wechsel. Ideal für Render: „Von Zuhause aus kann ich in einer Viertelstunde überall im Revier sein.“ Zuständig ist er für Dudenhofen, Hanhofen, Harthausen, Schwegenheim, Weingarten und Freisbach. Ein 1300 Hektar großes, für ihn vor allem interessantes Revier. Jeder Wald habe ein individuelles Gepräge.



Bei dem in Dudenhofen stehe die Erholungsfunktion im Vordergrund, die Flächen in Weingarten und Freisbach seien mehr ländlich, hätten einen höheren Bestand an Laubbäumen, durchzogen vom Modenbach. Faszinierend, einmalig seien die Sanddünen in Dudenhofen. Der Förster: „Insgesamt verfügt das Revier über eine gute Infrastruktur.“ Render sieht sich als Treuhänder, Mittler, Partner der Gemeinden. Seine Philosophie: „Jede Kommune soll von ihrem Wald bekommen, was sie will.“ Veränderungen, wenn überhaupt, möchte er behutsam angehen, nichts über‘s Knie brechen. Wirtschaftlichkeit, Naturschutz, Erholungsraum, die drei wesentlichen Funktionen des Waldes, unter einen Hut zu bringen, sei vergleichbar mit einer Gratwanderung. Er ist dabei sich zu informieren, sich ein Bild zu machen, Fuß zu fassen, seine Linie zu finden, sagt Render. Er kenne fast alles, nichts sei ihm fremd. Die ersten Tage, den Einstieg, hat er sehr positiv erlebt. Auch weil ihm die Menschen sehr offen begegnet seien. Sein Eindruck: „Ich fühle mich wohl, das Revier ist schon jetzt ein Stück Heimat.“ (län)


16.02.2010, 15:36 Uhr


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