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14.11.2009, 09:30 Uhr | Rheinpfalz Ludwigshafen / Jörg Schmihing
Wechsel-Wirkung
Werner Schröter wird der Landrat der Umbenennung bleiben, der Modernisierung des Kreises hat er sich aber nur halbherzig gewidmet. Von Clemens Körner muss und darf man mehr erwarten.
Der neue Name und das Nummernschild - natürlich werden es diese beiden Aspekte und die von ihnen erzeugte Außenwirkung sein, die von der Amtszeit Werner Schröters in Erinnerung bleiben. Dass der frühere Weltklasseringer der erste direkt gewählte Landrat und gleichzeitig der bisher erste Sozialdemokrat als Chef der Kreisverwaltung gewesen ist - auch diese Fakten sind sozusagen unumstößlich.
Presseartikel
Für eine Bilanz, die Bewertung dessen also, was der Wahl-Maxdorfer in den zurückliegenden acht Jahren geleistet hat, sind Namen, Nummernschilder und sogar Wahlergebnisse ohne Wert. Das gilt auch für das Anheften von Landesehrennadeln, das Überreichen von Feuerwehrabzeichen oder selbst für den ausdauernden Besuch von Traditionsfesten und die Suche nach „Verschdeckeldem fer Dehäämgebliwwene".

Was steht also unter dem Strich - gewissermaßen nach Abzug all der Pflichtübungen im Arbeitsalltag eines Landrats? Aus Schröter ist im Amt kein Visionär geworden, er ist bei allem Theaterdonner immer Verwalter geblieben. Ein bisschen bauen hier, ein wenig sanieren dort, ansonsten klassisch verwalten - so hat er"s bei der Stadt Ludwigshafen gelernt, so hat er"s auch im Kreishaus praktiziert. Insofern steht Schröter in der Tradition seiner Vorgänger, die Verwaltungsarbeit vor allen Dingen als das Schaffen, Erhalten und Pflegen kommunaler Einrichtungen definiert und praktiziert haben. Das ist eine solide und seriöse Herangehensweise.

Der Herausforderung, die Kreisverwaltung zu einem modernen, effizienten, bürgernahen Apparat umzubauen, hat sich Werner Schröter aber nur halbherzig gestellt. Kostenmanagement im Sozialamt - muss das sein? E-Government statt Papierkrieg - ist das wirklich nötig? Exakt wegen dieser eher konservativ-rückwärtsgewandten Haltung fehlt es dem Rhein-Pfalz-Kreis jetzt zwar nicht an Schulen, Sporthallen, Straßen und Spaßbädern, sondern vor allem an einer Perspektive: als Wirtschaftsstandort, Lebensraum und als Verwaltungseinheit innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar.

Für diese Agenda einen Handlungsrahmen zu schaffen, dafür sozusagen das Spielfeld neu abzustecken - darin wird neben dem Management des laufenden Geschäfts die Hauptaufgabe des neuen Landrats liegen.  Clemens Körner hat in kleinerem Maßstab als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dudenhofen den Nachweis erbracht, dass er innovativ denken und planen kann. Denkverbote kennt er nicht, umgekehrt akzeptiert er die Grenzen des Machbaren.

Ob sich der Pragmatismus, mit dem er Projekte in seiner Heimatgemeinde angegangen ist, in das Amt eines Landrats übertragen lässt? Es gibt jedenfalls einige Faktoren, die dem 50-Jährigen die Arbeit erleichtern könnten: sein guter Draht zu den (CDU-)Oberbürgermeistern der Nachbarstädte des Kreises oder die satte Mehrheit von CDU, FDP und FWG im Kreistag. Eine Fusion der vorderpfälzischen Sparkassen zu einem schlagkräftigen öffentlich-rechtlichen Geldinstitut wäre so sicher leichter durchsetzbar. Um eine Neuordnung der Geschäftsbereiche im Kreisvorstand wird der Neue aber nicht herumkommen. Ohne den direkten Zugriff auf zentrale Ressorts wie die Bauabteilung oder Wirtschaftsförderung bliebe der Pragmatiker Körner wirkungslos.
28.11.2009, 16:43 Uhr
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